Duitse taal en cultuur

Gepubliceerd op 10 oktober 2011

Hunderttausend Zufälle, die hinterher Schicksal heißen

Gepubliceerd op 10 oktober 2011

Im Rahmen de Mastermoduls "Texte und Theorien - Wer bin ich? Der Raum und die Ordnung der Dinge" (Koordination C. Dauven-van Knippoenberg) hält Prof. Thomas Elsaesser einen öffentlichen Vortrag über seinen persönlichen Kontakt zum Autor W.G. Sebald mit dem Titel
Hunderttausend Zufälle, die hinterher Schicksal heißen

Am 14. Dezember 2011 jährt sich der 10. Todestag von W.G. Sebald, einem der bedeutendsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, dessen Werk auch international auf eine anhaltende und ungebrochen hohe Resonanz stößt. Zu seinen literarischen Werken gehören die Schwindel Gefühle (1990), die Ausgewanderten (1992), Austerlitz (1995) und die Ringe des Saturn (2001), denen unumstritten der bekannte Sebald-Sound anhängt, dem sich weder der Leser noch die Germanistische Fachwelt entziehen können.

Professor Thomas Elsaesser, ein langjähriger Kollege Sebalds an der University of East Anglia, nähert sich diesem großen Autor in einer ungewöhnlichen Weise an. Er greift in seinem Vortrag implizit Sebalds literarisches Programm auf, indem er dessen vielbesprochene ‚Poetik des Zufalls’ auf die vielen Koinzidenzen überträgt, die das Leben seines Großvaters, mit dem Sebalds und dem eigenen verbindet. In den Hunderttausend Zufälle[n], die hinterher Schicksal heißen, mit dem sich Elsaesser auf ein Alexander Kluge-Zitat bezieht, verwebt er höchst kunstvoll den Autor Sebald, dessen literarisches Ich und den persönlichen Freund und Kollegen.

Bron: secretariaat Duits